25 Jahre Diakonie-Sozialstation St. Elisabeth Gebesee

Bernd Clasens

„Wir sind froh und dankbar, dass die Diakonie-Sozialstation St. Elisabeth für Gebesee und die Region ein fast lückenloses Angebot ambulanter und stationärer Pflege anbieten kann“, sagte Brigitte Schröter, Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstation St. Elisabeth gGmbH, zur Eröffnung der Festveranstaltung am 22. Oktober anlässlich des 25-jährigen Gründungsjubiläums in Walschleben.

Der zuvor stattgefundene Festgottesdienst in der St. Crucis Kirche stand unter dem Motto „Werdet nicht müde, Gutes zu tun.“ Es predigte zu diesem Bibelwort der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Mühlhausen, Andreas Piontek. Er war vor 25 Jahren Pfarrer in Gebesee. „Noch heute danken wir Andreas Piontek und den Gründungsmüttern und -vätern für deren Initiative nach der Wende, die zur Gründung der Diakonie-Sozialstation 1991 führte“, erinnert sie sich weiter im „Lindenhof“, in den etwa 120 Gäste nach dem Festgottesdienst geladen waren. Unter ihnen Landrat Harald Henning, Bundestagsabgeordneter Johannes Selle, Senior Dr. Matthias Rein, die Bürgermeister Peter Liebe, Hans Vollrath, Marcel Bube und viele Mitglieder der 15 Kirchgemeinden, die Gesellschafter der Sozialstation sind.

In einer Multimedia-Show wurde die Geschichte der Sozialstation und die Arbeit der Pflegekräfte dargestellt. Der 2. Teil der Präsentation widmete sich dem Aufbau des Pflegeheimes „Zum guten Hirten“ und der täglichen Arbeit für die Bewohner seit Eröffnung des Hauses am 2. Januar 2013.


DSC07289

Zu den geehrten Gründungsvätern und Gründungsmüttern gehörten Pfr. i.R. Armin Rasso Stawenow, Irene Baumbach, Brigitte Schröter und Superintendent Andreas Piontek (v.l.). Ehrend gedacht wurde dem verstorbenen Werner Martin aus Meisenheim, der 1991 zehn Kleinwagen, eine Büroeinrichtung und Pflegbetten spendete und so für einen professionellen Start der Sozialstation sorgte.


Mit Gründung des Fördervereines St. Elisabeth am 21. Januar 1991 erfolgte der erste wichtige Schritt für die Etablierung der Sozialstation dann im September 1991. Initiatoren waren damals Karin Zimmer (Werningshausen), Anita Dönnecke (Haßleben), Pfarrer Franz Schwarz (Werningshausen) und Helwig Lindner (Haßleben). Dieser Förderverein bestehe bis heute, zählt etwa 400 Mitglieder und sei in den Gemeinden Haßleben, Werningshausen, Gebesee, Ringleben, Andisleben, Walschleben, Gierstedt, Kleinfahner, Dachwig eine wichtige finanzielle und ideelle Stütze unserer Arbeit, betonte Brigitte Schröter. Der Verein betreibt in Gebesee unter der Obhut der Diakonie-Sozialstation, Bahnstraße 56, die Seniorenbegegnungsstätte, deren wöchentliche Angebote von 60 bis 70 Senioren genutzt werden. Ausdrücklich bedankte sich Brigitte Schröter beim Landrat Harald Henning, dem Bürgermeister Peter Liebe und dem Stadtrat Gebesee.

Die Diakonie-Sozialstation St. Elisabeth ist ein nicht zu unterschätzender Arbeitgeber in der Region. Die gute Zusammenarbeit in den vergangenen 25 Jahren mit Baufirmen, Handwerksbetrieben und Dienstleistungsunternehmen sei unverzichtbar, betonte Brigitte Schröter und dankte ausdrücklich. Besondere Wertschätzung galt bei allem Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens.

DSC06100

Am 29. September 1991 begann die Diakonie-Sozialstation ihre Arbeit mit 15 Angestellten. Heute gehören 37 Mitarbeiterinnen zum Team, die in 15 Orten zwischen Haßleben und Döllstedt, zwischen Gebesee und Kühnhausen 250 Patienten pflegen und betreuen.


Seit 16 Jahren steht Brigitte Schröter an der Spitze der Einrichtung. Es sei eine große Herausforderung gewesen, das Haus „Zum guten Hirten“ zu bauen.
Großen Anteil daran hätten die Mitarbeiterinnen der ambulanten Pflege selbst, sagte sie, haben sie doch mit ihrer Arbeit und Engagement die finanziellen Voraussetzungen für den Bau des Pflegeheimes geschaffen. 66 Patienten wohnen in Einzelzimmern, treffen sich zu Mahlzeiten und Unterhaltung in fünf Wohngruppen und werden von 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihrem
Zuhause für den Lebensabend gepflegt und betreut. Die Nachfrage sei sehr groß und es gäbe Wartelisten, sagte sie weiter und ergänzt, dass die Einrichtung einer Tagespflege geplant sei.

Stationäre und ambulante Pflege bilden eine fast lückenloses Angebot diakonischen Handels im Dienst am Nächsten für die Region. „Fundament unseres Handelns war in den vergangenen 25 Jahren der Glaube an das Evangelium. Mögen wir uns auch in der Zukunft daran orientieren“, wünscht sich Brigitte Schröter.

DSC07279

Besonders geehrt wurden für ihre Arbeit und Treue vier Mitarbeiterinnen, die seit 1991 „mit an Bord“ sind - von links: Hannelore Pytel, Anita Dönnecke, Heidrund Brandt und Beate Brand (rechts). Herzlich begrüßt wurde Monika Kerntopf (zweite von rechts), die seit 1. August neue Pflegedienstleiterin für die ambulante Pflege ist.